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09.07.2019: Einwendungen der BI Delligsen [Mehr]
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08.05.2019: Süd.Link in Delligsen? [Mehr]
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Süd.Link in Delligsen?

Nachricht vom 08.05.2019

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Stellungnahme der BI Delligsen

Die BI ist der Auffassung, dass bei der "Techn. Engstelle" an der stillgelegten Mülldeponie Doershelf eine „technisch anspruchsvolle Unterbohrung“ erforderlich wäre und dass aus diesen Gründen an dieser Stelle Baugrundvoruntersuchungen mit Probebohrungen geboten sind. Denn nur auf „Basis vertiefender Erkenntnisse über die Bodenbeschaffenheit“ (TenneT TSO GmbH) ließe sich hier bewerten, ob die anspruchsvolle Unterbohrung auch technisch durchführbar wäre. Zumal es Hinweise aus der Bevölkerung gibt, dass bei gleichen geologischen Verhältnissen wie im benachbarten Höhenzug des Duinger Waldes wegen des geologischen Aufbaus der Gesteinsschichten eine Bohrung in Doershelf nicht möglich sei. Die Probebohrungen im Rahmen der Baugrundvoruntersuchungen haben jedoch nicht stattgefunden, obwohl sie durch TenneT angekündigt worden sind. Eine offizielle Erklärung für diese Änderung hat es nicht gegeben.

Darüber hinaus müsste aus hiesiger Sicht auch die Bodenbeschaffenheit des Karstgebietes vorab untersucht werden.

Der BI ist nicht klar, wie auf Basis dieses mangelhaften Kenntnisstandes eine begründete Bewertung der Eignung dieses Trassenkorridor-abschnitts erstellt werden kann.

Wir stellen im Gebiet des Fleckens Delligsen eine hohe Zahl von Ungereimtheiten, ungeklärten Voraussetzungen und Fehleinschätzungen fest:

  • Beim methodischen Vorgehen
    (1) Die vorgenommenen Veränderungen in der Bewertung der Konfliktstellen in den Antragsunterlagen nach § 6 und nach § 8 NABEG werden nicht hinreichend dargestellt und begründet.
    (2) Die Bewertungen der "Realisierungshemnisse" können nicht nachvollzogen werden.
    (3) Die Zusammenfassungen der Bewertungsschritte in den Alternativenvergleichen können nicht nachvollzogen werden
    Beispiel:
    Trassenkorridor-Abschnittsvergleich Nr. B05:
    Obwohl die beiden vorgelagerten Teil-Bewertungsschritte jeweils nur einen „leichten Vorteil“ ergeben, wird als Ergebnis festgestellt: „Aus den Bewertungsschritten 1 und 2 ergibt sich ein deutlicher Vorteil für die Alternative 1.“

    (4) Mehrfachbelastungen werden nur einfach gezählt, die Anzahl der Belastungen jedoch ist ein Entscheidungskriterium.
    (5) Die Länge des Trassenkorridors geht mehrfach in die Bewertung ein.

  • Techn. Engstelle (Riegel?) Doershelf
    (1) Die stillgelegte Deponie in einem ehemaligen Steinbruch und mit angrenzenden Klippen kann aus unserer Sicht nicht in offener Bauweise gequert werden.
    (2) Wenn Zweifel an der geologischen Eignung für eine HDD-Bohrung bestehen, muss dies vorab geklärt werden.
    (3) Es sind auf einer Länge von ca. 2 km mehrere dicht aufeinanderfolgende Unterquerungen erforderlich (km 28 – km 30): Bundesstraße 3, Hauptabwasserleitung, Wispe oder Rheinbach, Zufahrt zur Kläranlage, Zufahrt zur Deponie, Rheinbach und wieder Bundesstraße 3. Diesem Abschnitt folgen auf eine Länge von ca. 3 km weitere Unterquerungen von 6 zu querenden Bächen und weiteren Erdfällen (s. u.: (2) und (3)) .

  • Techn. Engstelle Karstgebiet Ammensen – Varrigsen
    (1) Das Dolinengebiet kann nicht umgangen werden ("großflächige und langgestreckte Ausprägung")
    (2) Der Korridor quert in diesem Abschnitt nach § 22 NAGBNatSchG geschütztes Grünland (Mesophiles Grünland und sonstiges Extensivgrünland), meist darüber hinaus auch als FFH Lebensraumtyp 6510 „Magere Flachland-Mähwiese“ geschützt. Die seitliche Hangneigung erforderte darüber hinaus für die Kabelverlegung notwendige zusätzliche Sicherungsmaßnahmen, mit Auswirkungen auf die Wärmeableitung und damit auf die Vegetation des Grünlandes.
    (3) Der Korridor passiert in diesem Abschnitt eine Vielzahl naturnaher Wasserläufe (nach § 30 BNatSchG gesetzlich geschützte Biotope)
    (4) Auswirkungen auf die nach § 30 BNatSchG gesetzlich geschützte Höhle (FFH-Lebensraumtyp 8310 “Nicht touristisch erschlossene Höhle“) müssen ausgeschlossen werden.
    (5) Der Planungsraum ist durch die parallel geführte B 3, durch die Wohn- und Wirtschaftsbebauung, durch punktuell starke Steigungen bzw. Gefälle und durch das angrenzende Naturschutzgebiet erheblich eingeschränkt.
    (6) Auswirkungen (Störungen) auf die Orientierungsfähigkeit der geschützten Fledermäuse des angrenzenden Naturschutzgebietes (HA 213 „Laubwälder im Hils“) durch das zusätzliche Magnetfeld der Höchstspannungsleitung müssen ausgeschlossen werden.
    (7) Im Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt B der Höchstspannungsverbindung Wahle – Mecklar ist auf Delligser Gebiet der Trassenkorridorabschnitt etwa zwischen km 30 bis km 36 als „Ausgleichsfläche“ in Anspruch genommen worden (s.o. in diesem Bericht: "Wahle - Mecklar").

Die Bürgerinitiative strebt die Durchführung einer weiteren öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung mit ausgewiesenen Experten an ("Expertenbefragung").

Die BNetzA hat nach Prüfung der Unterlagen auf Vollständigkeit bereits die formelle Beteiligung der Behörden und der Öffentlichkeit gestartet. Fristgerecht eingereichte Stellungnahmen und Einwände werden bei öffentlichen Erörterungsterminen mit der BNetzA und den Vorhabenträgern fachlich diskutiert werden (letzter Termin: 12.07.2019; vgl.:"Termine").

Abschließend legt dann die BNetzA den Trassenkorridor fest.
Im darauffolgenden Planungsschritt, dem Planfeststellungsverfahren, wird die punktgenaue Verlegung des Höchstspannungskabels festgelegt.

 

 

 

 

Verantwortlichkeit (Impressum): Heinz-Jürgen Siegel E-Mail, 1. Vorsitzender, Delligsen, Niedersachsen
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