Mehr Akzeptanz möglich
Nachricht vom 05.01.2012
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Masterarbeit untersucht Bedingungen
Antina SANDER hat in ihrer Masterarbeit in der Lund University untersucht
- "1. Wie sollte Öffentlichkeitsbeteiligung in der Zukunft gehandhabt werden, um Akzeptanz und
Legitimität zu fördern, ohne Genehmigungsverfahren unnötig zu verlangsamen?
- 2. Welche (neuen) Organisationen/Akteure und Rollen sind entscheidend, um das obige Ziel zu
erreichen?"
Antina SANDER, IIIEE Lund University, September 2011
„From ‚Decide, Announce, Defend‘ to ‚Announce, Discuss, Decide‘?“
In dieser Arbeit kommt sie zu folgenden Ergebnissen:
- Die Regierung muss eine klarere Strategie hin zu einer neuen Energielandschaft erarbeiten und
sicherstellen, dass Gesetze diese Strategie sauber reflektieren. Hierdurch wird der
Netzausbaubedarf an sich untermauert, das Wo und Wie verschiedener Umsetzungsalternativen
wird bestätigt und weitere Alternativen werden legal ermöglicht.
- Die Bundesnetzagentur muss transparent machen, wie die Energieziele der Regierung die
jeweiligen Genehmigungsentscheide beeinflussen. Sie muss weiterhin Wege suchen, um
Entscheidungen ‚von oben’ durch eine kooperative Suche nach Kompromissen zu ersetzen.
Kommunikationsunterstützung von großen Umweltschutzgruppen wird als notwendig
erachtet, um für den Netzausbau zu werben und zu erklären, warum dieser für die Energiewende
essentiell ist.
- Übertragungsnetzbetreiber müssen ihre Rolle als Dienstleister für die Regierung und
Zivilgesellschaft voll annehmen, aktiv darauf hinwirken, Informationsbedürfnisse zu erfüllen, und
Tests und Standardisierung von weniger ‚aufdringlichen’ Technologien fördern.
- Bürgerinitiativen müssen als gleichwertige Verhandlungspartner angenommen werden. Sie
müssen darüber hinaus die Rolle eines konstruktiven Diskussionspartners annehmen.
- Um Vertrauensmangel zu überwinden, wird der systematische Einbezug neutraler Experten
empfohlen, die Informationen, auf denen Genehmigungsentscheidungen basieren, bestätigen.
- Die Ausbildung von Bürgeranwälten kann der breiten Bevölkerung helfen, ihre Rolle und
Chancen auf Einflussnahme leichter zu verstehen. Bürgeranwälte können somit ein wichtiger
Katalysator für erfolgreiche Öffentlichkeitsbeteiligung werden.
- Eine Arbeitsgruppe Information und Dialog muss die verschiedenen Informationsbedürfnisse
bestimmen und geeignete Formate finden, um diese Informationen glaubwürdig an die
Bevölkerung zu übermitteln.
- Neutrale Moderatoren/Mediatoren ermöglichen einen laufenden Dialog, der den Austausch
von Informationen und Standpunkten unterstützt und Raum für das Beilegen von Streitigkeiten
schafft.
Vgl. dazu auch
Unsere Forderungen
deutschsprachige Zusammenfassung der Masterarbeit

Verantwortlichkeit (
Impressum): Heinz-Jürgen Siegel
E-Mail, 1. Vorsitzender, Delligsen, Niedersachsen
Copyright 2010 (
Impressum)
Letztes Update dieser Seite: Januar 2012.